Heute neuer Münster-Tatort mit Roland Kaiser

Muenster Tatort mit Roland Kaiser

Summ, Summ, Summ

Der Musiker Roland Kaiser ist neben „Thiel und Boerne“ alias Axel Prahl und Jan Josef Liefers der dritte prominente Darsteller im heutigen Münster-Tatort, der am Dienstag im ausverkauften Cineplex am Hafen Premiere feierte.
Für Kaiser waren die Dreharbeiten in Münster zumindest örtlich betrachtet ein „Heimspiel“, wie er vor der Vorführung zu berichten weiß, lebt er doch nach einem zwischenzeitlichen Umzug nach Berlin schon seit längerer Zeit wieder in Münster-Gievenbeck. Lediglich das „Spiel vor der Kamera – ohne Publikum und ohne Applaus“, das sei „ungewohnt gewesen, so Kaiser, der einen mehr als gut gelaunten Eindruck machte, freundlich in jede Kamera lächelte und alle Fragen beantwortete. „Als ich gefragt wurde, ob ich mitmachen würde, habe ich spontan gesagt – wenn Ihr mir das zutraut, bin ich dabei!“ Für seine Rolle musste sich Kaiser bei seinem Schauspieldebüt immerhin nicht besonders groß umstellen: Sein Alter Ego im Film heißt Roman König und ist – keine Überraschung – ein von der Damenwelt umschwärmter Schlagersänger. Die beiden Ermittler sind zunächst weit weniger von König angetan. Professor Boerne kann die „allgemeine Begeisterung über die pubertäre Oberschülerlyrik nicht nachvollziehen“ – und dann belagern auch noch Roman-König-Fans das Hotel in dem übernachtet – auf der Flucht vor gefährlichen Spinnen, die sein Wohnhaus okkupiert haben. Prahl war zunächst ebenfalls skeptisch: „Es war mein erster Dreh mit Spinnen, Bienen und einem Schlagerstar. Drei Dinge also, vor denen ich mich eigentlich fürchte.“ Gleiches gilt für seinen Thiel, den die Spur auf der suche nach dem Mörder einer jungen Frau zu ebendiesem „Schlagerhans“ führt. Während Prahl jedoch schnell abseits der Kameras mit Kaiser warm wurde, kommen sich im Film wider erwarten Boerne und König näher. Wie das alles ausgeht, erfahren die Fans des Münster-Tatorts heute Abend im Ersten. Ein spannender „Nebenkriegsschauplatz“ wird dabei auch der Blick auf die Einschaltquote, hatte doch die Premiere des Til Schweiger-Tatorts die Münsteraner-Quotenkönige vom ersten Platz gestoßen. Ein „kleiner Stachel der durchaus sitzt“, so WDR-Leiter Professor Gebhard Henke.